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Cinetix hat die Produktion und den Verkauf elektronischer Geräte aus Altersgründen beendet.

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Der technische Service für verkaufte Geräte ist weiterhin verfügbar.
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Für das nachfolgend beschriebene Gerät steht eine Selbstbau-Anleitung für eine in wesentlichen Aspekten kompatible Alternative zur Verfügung (in Kombination mit einem handelsüblichen Ethernet / RS-232 Konverter).
ASCII-Text basierter und binärer Befehlssatz sind weitgehend identisch. Artnet, OSC, transparente Datenübertragung und MIDI-kompatible Befehle werden nicht unterstützt.

Ethernet / DMX512 Control Box

Einsatzgebiete:

Die Ethernet / DMX512 Control Box ist in erster Linie vorgesehen, um einen DMX512 Lichtsteuerbus über das Ethernet zu steuern sowie Pegelwerte eines anderen DMX-Bus abzufragen und auszuwerten. Der Betrieb als DMX-Sender und als DMX-Empfänger ist gleichzeitig möglich.

Über DMX IN empfangene DMX-Pegel können im Multiplexverfahren mit via Ethernet eingespeisten Pegelwerten kombiniert werden - das Resultat wird an DMX OUT weitergesendet. Dazu wird die Ethernet / DMX512 Control Box entweder als TCP- oder als UDP- Server betrieben. Als Steuerbefehle dienen kompakte ASCII-Texte.

Alternativ steht ein binärer, auf MIDI-Kanalnachrichten basierender Befehlssatz zur Verfügung.

Zusätzlich kann die Ethernet / DMX Control Box mit einem Drehschalter für andere spezielle Betriebsarten konfiguriert werden:
--- Art-Net™ Knoten: unterstützt jeweils ein Universum für DMX OUT und DMX IN. Neben den primären Art-Net IP- und Subnetz-Konfigurationen steht eine Anwender-definierte IP-Konfiguration zur Verfügung, mit der das Gerät besser in existierende Netzwerke der Klasse C integriert werden kann.

--- Befehlssatz für OSC ('Open Sound Control'), optimiert für Steuerung mit dem 'TouchOSC' App für I-Phone und Android, mit PD ('PureData') und anderen.

--- serieller Kommunikationsknoten für TCP und UDP: sendet über Ethernet empfangene Bytes seriell weiter (unterstützte Formate: MIDI, RS-232, RS-422) und überträgt seriell empfangene Bytes über das Ethernet. Der serielle bzw. MIDI Anschluss erfolgt mit Adapterkabel an der DMX OUT Buchse. Die Beschaltung dieser Adapterkabel ist in der Betriebsanleitung dokumentiert.
Neben der transparenten 1:1 Übertragung sind verschiedene Hilfsmodi zur Darstellung binärer Daten mittels ASCII Text und umgekehrt aktivierbar.
Neben PC-üblichen Baudraten (9600, 19200, 38400, 57600, 115200 - jeweils Byte-Format 8N1 ohne Handshake) wird speziell die MIDI-Schnittstelle unterstützt. Es steht ein vollwertiger optoisolierter MIDI-Eingang zur Verfügung.

Kommando-/Steuerschnittstelle für DMX512:

Die Ethernet / DMX512 Control Box kann mit jedem Steuergerät (PC, Mediensteuerung, SPS) betrieben werden, mit dem es möglich ist, ASCII Texte im TCP- oder UDP-Format über das Ethernet zu senden und zu empfangen. Alle Befehle sind dokumentiert, es sind keine speziellen Treiber notwendig.

Alternativ zur ASCII-Syntax kann die Box auch mit binären Befehlen im Format von MIDI-Kanalnachrichten gesteuert werden. Mit Hilfe eines speziellen Treibers ist direkte Befehlsübertragung aus PC-basierten MIDI Programmen (z.B. Sequencer) möglich.
Da die Kommunikation über Ethernet baudraten-unabhängig ist, kann dieses Datenformat ebenfalls gut eingesetzt werden zur Ansteuerung mit SPS oder anderen Steuergeräten, bei denen die Umwandlung von Zahlenwerten in ASCII Text schwierig ist.
Im einfachsten Fall - speziell zum Einrichten von Installationen oder zur Fehlersuche - ist ein interaktiver Betrieb per Telnet-Terminal möglich.

Die aktuelle Lichtszene wird intern zwischengespeichert und permanent auf dem DMX-Bus gesendet bis sie per Befehl modifiziert wird. Unterbrechung der Ethernet-Verbindung hat keinen Einfluss auf die gesendete Lichtszene. Beim Einschalten der Stromversorgung und nach Betätigung des Drehschalters wird automatisch Preset Nr.0 geladen.

Kontrolle des Datenverkehrs mit einer rot-grünen Duo-LED "Data", die zugleich die aktive Betriebsart anzeigt. Die blaue LED "TCP" leuchtet während einer TCP-Verbindung. Sie blinkt bei UDP Datenübertragung.

Die wichtigsten Befehls-Optionen zur DMX-Steuerung:

  • Jeder DMX-Kanal 1 bis 512 kann Hilfe einer kurzen ASCII-Textsequenz beliebig eingestellt werden (8 Bit Auflösung).

  • Jeder DMX-Kanal 1 bis 512 kann Hilfe von MIDI-Kanalnachrichten beliebig eingestellt werden (mit 1 MIDI Nachricht bis zu 8 Bit Auflösung).

  • Ergänzend können RGB-Farbkombinationen auf 3 nebeneinander liegenden DMX-Kanälen mit einfachen ASCII oder MIDI-Befehlen eingestellt werden.

  • Für jeden DMX-Kanal kann eine automatische Blendrampe gefahren werden, programmierbar bis 31,9 Sekunden Dauer. Dadurch wird die Erstellung komplexer Steuervorgänge wesentlich vereinfacht. Es können beliebig viele Fade-Prozesse auf allen DMX-Kanälen gleichzeitig aktiv sein.

  • Mit der flexibel konfigurierbaren Chaser-Funktion werden automatisch Sequenzen von Presets (=Lichtszenen) zyklisch auf DMX OUT geschaltet ("Lauflicht" Effekt). Weiche Übergänge sind möglich. Mit der Flash-Funktion können alle DMX-Kanäle kurzzeitig auf einen bestimmten Helligkeitswert gestellt werden.

  • Der Zyklus des DMX-Datenpakets kann per Befehl zwischen 24 und 512 Kanälen eingestellt werden. Wird ein DMX-Kanal ausserhalb des eingestellten Zyklus verändert, so passt sich die Zykluslänge automatisch an.

  • Die Ethernet / DMX Control Box kann gleichzeitig ein Signal an DMX IN empfangen und ein anderes Signal an DMX OUT senden. Für das an DMX OUT gesendete Signal sind folgende Betriebsarten einstellbar:
    --- senden mit in der Box generiertem DMX-Takt,
    --- senden mit externer Synchronisation durch das Signal an DMX IN und
    --- Empfangsbetrieb: das Signal wird von DMX IN nach DMX OUT durchgeschleift,
        kann aber zu Analysezwecken ausgelesen werden kann.

  • Für jeden DMX-Kanal kann die Multiplex- (Merge-) Methode per Befehl indiviudell eingestellt werden. Es stehen folgende Optionen zur Verfügung:
    --- via Ethernet geladene Anwenderdaten an DMX OUT senden,
    --- das an DMX IN empfangene Signal an DMX OUT weitersenden,
    --- das jeweils kleinere, das grössere
    --- oder das zuletzt veränderte beider Signale senden.
    "Multiplex" (engl. merge) heisst kanalweises Umschalten zwischen beiden Signalquellen während jedes DMX-Zyklus, nicht etwa lineares Überblenden !

  • Mit einem Befehl können die Pegel von 1 bis 128 DMX-Kanälen des momentan empfangenen oder gesendeten DMX-Zyklus über das Ethernet-Netzwerk ausgelesen ("gepollt") werden. Alternativ ist Senden und Auslesen grösserer Datenblöcke im kompakteren Binärformat möglich.

  • Für jeden DMX-Kanal lassen sich individuell automatische Meldungen programmieren: Ändert sich das an DMX IN empfangene Signal auf einem sensibilisierten Kanal um mehr als eine programmierbare Schwelle, so wird automatisch der aktuelle DMX-Pegel dieses Kanals gemeldet (ASCII-, MIDI- oder OSC kompatibles Format). Die Meldungen werden - je nach Einstellung des Drehschalters "Funct" an der Frontplatte - als TCP-Pakete oder als UDP-Datagramme (optional konfigurierbar auch per Broadcast oder Multicast) versandt.
      Die Meldungen werden im gleichen Format abgegeben, wie sie später wieder gesendet werden können. D.h. diese Funktion ist auch als einfacher DMX-Recorder einsetzbar.

  • Meldungen mit frei definierbaren Zeichenfolgen: Wenn an DMX IN auf den Kanälen 500 bis 512 bestimmte Datenwerte anliegen, werden vom Anwender vorformatierte Zeichenketten (ASCII Texte oder auch binäre Zeichenfolgen) automatisch über RS-232 gesendet. Bis zu 104 Zeichenketten mit je max. 255 Bytes können permanent gespeichert werden. Dies kann z.B. für differenzierte Dateneingaben in Autorensysteme genutzt werden.

  • Ein im Sendepuffer der Box vorhandener DMX-Datenzustand (aktuelle DMX Pegel, Merge-Profil, Schwellen für automatische Nachrichten, Betriebsart) kann abschaltfest als Preset (=Lichtszene) gespeichert und jederzeit wieder in den DMX-Sender zurück geladen werden. Bis zu 384 Presets können angelegt werden.
    Die Überblendung von der vorherigen Lichtszene erfolgt mit der aktuell eingestellten Fade-Zeit.
    Beim Einschalten wird automatisch Preset Nr. 0 geladen.

Konfiguration:

Die individuelle Einstellung der Netzwerk-Parameter (IP-Adressen, Ports), Baudraten und Timing-Parameter ist möglich über das Ethernet: TCP (default IP bei Lieferung 192.168.0.240) bzw. UDP Multicast (IP 225.0.0.37) oder über die RS-232 Schnittstelle mit Adapterkabel.

DMX-Schnittstelle:

mit normgerechten 5-poligen XLR-Buchsen:
Sowohl der DMX-Empfänger als auch
der DMX-Sender ist galvanisch vom
Steuerprozessor isoliert
.
Falls anwendungsbedingt ein galvanisch nicht getrennter DMX-Sender bevorzugt wird, kann die Isolation mit einem internen Jumper überbrückt werden.

Ethernet-Schnittstelle:

Standard RJ45 Buchse, konfiguriert sich je nach Netzwerktyp auf 10 bzw. 100 Mbit/s.
Nicht kompatibel mit "Power over Ethernet" (PoE) !

Stromversorgung:

Steckernetzteil für 230V mit Eurostecker im Lieferumfang.
Die Speisung aus anderen stabilisierten oder unstabilisierten Gleichspannungsquellen 8 bis 30 Volt (Ausgangsstrom min. 300 mA) ist unkompliziert möglich.

Elektromechanische Ausführung:

Robustes Alugehäuse.
Mechanische Abmessungen: Länge ca.11 cm (incl. Buchsen), Breite 11,3 cm, Höhe 3,1cm.



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