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Ethernet / DMX512 Generator

Einsatzgebiete:

Der Ethernet / DMX512 Generator ist in erster Linie vorgesehen, um einen DMX512 Lichtbus über das Ethernet zu steuern (DMX-Sender).
Dazu wird der Ethernet / DMX512 Generator entweder als TCP- oder als UDP- Server betrieben. Als Steuerbefehle dienen kompakte ASCII-Texte. Alternativ steht ein binärer, auf MIDI-Kanalnachrichten basierender Befehlssatz zur Verfügung.
Als Vereinfachung gegenüber der Ethernet /DMX512 Control Box hat der Generator keinen DMX-Eingang. In seiner Eigenschaft als DMX-Sender hat er jedoch weitgehend gleiche Funktion.

Ansicht Frontplatte

Zusätzlich kann der Ethernet / DMX Generator mit einem Drehschalter für andere spezielle Betriebsarten konfiguriert werden:
--- Art-Net™ Knoten: unterstützt ein Universum für DMX OUT. Neben den primären Art-Net IP- und Subnetz-Konfigurationen steht eine Anwender-definierte IP-Konfiguration zur Verfügung, mit der das Gerät besser in existierende Netzwerke der Klasse C integriert werden kann.
--- serieller Kommunikationsknoten für TCP und UDP: sendet über Ethernet empfangene Bytes seriell weiter (unterstützte Formate: MIDI, RS-232, RS-422) und überträgt seriell empfangene Bytes über das Ethernet. Der serielle bzw. MIDI Anschluss erfolgt mit Adapterkabel an der DMX OUT Buchse. Die Beschaltung dieser Adapterkabel ist in der Betriebsanleitung dokumentiert.
Neben PC-üblichen Baudraten (9600, 19200, 38400, 57600, 115200 - jeweils Byte-Format 8N1 ohne Handshake) wird speziell die MIDI-Schnittstelle unterstützt. Es steht ein vollwertiger optoisolierter MIDI-Eingang zur Verfügung.

Kommando-/Steuerschnittstelle für DMX512:

Der Ethernet / DMX512 Generator kann mit jedem Steuergerät (PC, Mediensteuerung, SPS) betrieben werden, mit dem es möglich ist, ASCII Texte im TCP- oder UDP-Format über das Ethernet zu senden und zu empfangen. Alle Befehle sind dokumentiert, es sind keine speziellen Treiber notwendig.

Alternativ zur ASCII-Syntax kann das Gerät auch mit binären Befehlen im Format von MIDI-Kanalnachrichten gesteuert werden. Mit Hilfe eines speziellen Treibers ist direkte Befehlsübertragung aus PC-basierten MIDI Programmen (z.B. Sequencer) möglich.
Da die Kommunikation über Ethernet baudraten-unabhängig ist, kann dieses Datenformat ebenfalls gut eingesetzt werden zur Ansteuerung mit SPS oder anderen Steuergeräten, bei denen die Umwandlung von Zahlenwerten in ASCII Text schwierig ist.
Im einfachsten Fall - speziell zum Einrichten von Installationen oder zur Fehlersuche - ist ein interaktiver Betrieb per Tastatur und Telnet-Terminal möglich.

Die aktuelle Lichtszene wird intern zwischengespeichert und permanent auf dem DMX-Bus gesendet bis sie per Befehl modifiziert wird. Unterbrechung der Ethernet-Verbindung hat keinen Einfluss auf die gesendete Lichtszene. Nach Unterbrechung der Stromversorgung wird automatisch Preset Nr.0 geladen.

Kontrolle des Datenverkehrs mit einer rot-grünen Duo-LED "Data", die zugleich die aktive Betriebsart anzeigt. Die blaue LED "TCP" leuchtet während einer TCP-Verbindung. Sie blinkt bei UDP Datenübertragung.

Die wichtigsten Befehls-Optionen zur DMX-Steuerung:

  • Jeder DMX-Kanal 1 bis 512 kann Hilfe einer kurzen ASCII-Textsequenz beliebig eingestellt werden (8 Bit Auflösung).

  • Jeder DMX-Kanal 1 bis 512 kann Hilfe von MIDI-Kanalnachrichten beliebig eingestellt werden (mit 1 MIDI Nachricht bis zu 8 Bit Auflösung).

  • Für jeden DMX-Kanal kann eine automatische Blendrampe gefahren werden, programmierbar bis 32 Sekunden Dauer. Dadurch wird die Programmierung ganz wesentlich vereinfacht. Es können beliebig viele Fade-Prozesse auf allen DMX-Kanälen gleichzeitig aktiv sein. Beim befehlsgesteuerten Laden von Presets (=Lichtszenen) kann weich vom Ist-Zustand in die neue Szene übergeblendet werden.

  • Ein im Sendepuffer der Box vorhandener DMX-Datenzustand (aktuelle DMX Pegel, Betriebsart) kann abschaltfest als Preset (=Lichtszene) gespeichert und jederzeit wieder in den DMX-Sender zurück geladen werden. Bis zu 384 Presets können angelegt werden.
    Beim Einschalten wird automatisch Preset Nr. 0 geladen.

  • Mit der flexibel konfigurierbaren Chaser-Funktion werden automatisch Sequenzen von Presets zyklisch auf DMX OUT geschaltet ("Lauflicht" Effekt). Weiche Übergänge sind möglich.

  • Der Zyklus des DMX-Datenpakets kann per Befehl zwischen 24 und 512 Kanälen eingestellt werden. Wird ein DMX-Kanal ausserhalb des eingestellten Zyklus verändert, so passt sich die Zykluslänge automatisch an.

Konfiguration:

Die individuelle Einstellung der Netzwerk-Parameter (IP-Adressen, Ports), Baudraten und Timing-Parameter ist möglich über das Ethernet: TCP (default IP bei Lieferung 192.168.0.240) bzw. UDP Multicast (IP 225.0.0.37) oder über die RS-232 Schnittstelle mit Adapterkabel.

DMX-Schnittstelle:

mit 5-poliger XLR-Buchse und Standard MIDI OUT und MIDI IN:
Der DMX-Sender ist NICHT galvanisch vom Steuerprozessor isoliert.

Alternative: Ausführung mit steckbarer Schraubklemmenleiste

An der Klemmenleiste ist herausgeführt:
DMX OUT, RS-232 Schnittstelle,
Stromversorgung.
MIDI IN ist nicht verfügbar !

Ethernet-Schnittstelle:

Standard RJ45 Buchse, konfiguriert sich je nach Netzwerktyp auf 10 bzw. 100 Mbit/s.
Nicht kompatibel mit "Power over Ethernet" (PoE) !

Stromversorgung:

Steckernetzteil für 230V mit Eurostecker im Lieferumfang.
Die Speisung aus anderen stabilisierten oder unstabilisierten Gleichspannungs- Quellen 8 bis 30 Volt (Ausgangsstrom min. 300 mA) ist unkompliziert möglich.

Elektromechanische Ausführung:

Robustes Alugehäuse.
Mechanische Abmessungen: Länge ca.11 cm (incl. Buchsen), Breite 11,3 cm, Höhe 3,1cm.


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* Informationsstand Oktober 2011. Technische Änderungen und Lieferbarkeit vorbehalten.
* Diese Beschreibung ist informativ und sichert keine Produkteigenschaften im rechtlichen Sinne zu.
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