MIDI / DMX512 Generator
Der MIDI / DMX512 Generator wurde konzipiert, um einen DMX512 Lichtsteuerbus mit MIDI-Kanalnachrichten oder mit System-Exclusiven Befehlen zu steuern .

MIDI-Interface


Steuerbefehle werden über die MIDI IN Buchse in das Gerät geleitet. Rückmeldungen erfolgen über die MIDI OUT Buchse.
Die Einstellung verschiedener MIDI-Kanäle und Betriebsarten erfolgt mit dem Drehschalter "Ch/Mode":
--- In erster Linie wird der MIDI/DMX Generator mit MIDI-Kanalnachrichten angesprochen.
--- Darüber hinaus kann das Gerät mit einfachen ASCII-Kommandos gesteuert werden, die in SysEx Befehlsrahmen eingebettet sind.
Eine grüne LED signalisiert das Vorhandensein der Betriebsspannung und den Datenverkehr.
Die wichtigsten Befehls-Optionen:
- Jeder DMX-Kanal 1 bis 512 kann Hilfe einer einer NOTE ON bzw. POLY KEY PRESSURE Nachricht beliebig mit 8 Bit Auflösung unter Belegung von bis zu 4 MIDI Kanälen eingestellt werden. Mit 2 CONTROL CHANGE Befehlen ist die Einstellung mit 8 Bit Genauigkeit auch auf nur einem MIDI Kanal möglich.
- Ergänzend können RGB-Farbkombinationen auf 3 nebeneinander liegenden DMX-Kanälen mit einfachen CONTROL CHANGE oder SysEx Befehlen eingestellt werden.
- Die nachfolgend beschriebenen Funktionen werden mit PROGRAM CHANGE und CONTROL CHANGE Nachrichten bedient. Zur optimalen Anpassung an vorhandenes Steuer-Equipment können alle Befehlsfunktionen von CONTROL CHANGE und POLY KEY PRESSURE (s.o.) miteinander vertauscht werden.
- Für jeden DMX-Kanal kann eine automatische Überblendung eingestellt werden, programmierbar bis 31,9 Sekunden Dauer. Dadurch wird die Gestaltung komplexer Steuervorgänge wesentlich vereinfacht. Es können beliebig viele Fade-Prozesse auf allen DMX Kanälen gleichzeitig aktiv sein. Beim befehlsgesteuerten Laden von Presets (=Lichtszenen) wird weich vom Ist-Zustand in die neue Szene übergeblendet.
- Mit der flexibel konfigurierbaren Chaser-Funktion werden automatisch Sequenzen von Presets (=Lichtszenen) zyklisch auf DMX OUT geschaltet ("Lauflicht" Effekt). Weiche Übergänge sind möglich. Mit der Flash-Funktion können alle DMX-Kanäle kurzzeitig auf einen bestimmten Helligkeitswert gestellt werden.
- Das Timing von Fader, Chaser und Flash wird im 1/8 Sekunden Raster eingestellt und von einem internen Taktgeber gesteuert. Alternativ kann der Takt mit einem an MIDI IN eingespeisten MIDI Clock Signal synchronisiert werden. Die Einstellung erfolgt dann im 1/16 Noten Raster, was bei 120BPM identisch mit dem 1/8 Sekunden Raster ist.
- Der Zyklus des DMX-Datenpakets kann per Befehl zwischen 24 und 512 Bytes Länge eingestellt werden. Wird ein DMX-Kanal ausserhalb des eingestellten Zyklus verändert, so passt sich die Zykluslänge automatisch an.
- Ein im Sendepuffer des DMX Generators vorhandener DMX-Datenzustand (zu sendende Daten und Systemkonfiguration) kann abschaltfest als Preset (=Lichtszene) gespeichert werden. Bis zu 384 Presets können angelegt werden.
Beim Einschalten oder nach Betätigung des Drehschalters wird automatisch Preset Nr. 0 geladen.
Im Betrieb kann jedes Preset zurück in den Sendepuffer geladen werden: je nach Systemkonfiguration mit einer CONTROL CHANGE, POLY KEY PRESSURE, einer NOTE ON Nachricht oder einem System-Exclusiven Befehl. Der Übergang von der vorherigen Lichtszene erfolgt mit der aktuell eingestellten Fade-Zeit.
- In Drehschalter-Stellung E reagiert die Kommandoschnittstelle nur auf ASCII-Textbefehle (mit oder ohne SysEx Rahmen).
Als Voreinstellung ist die Baudrate dann auf MIDI eingestellt. Die Schnittstelle lässt sich halb-automatisch auf alle gängigen PC-Baudraten sowie 31250 Bit/s (MIDI Standard) justieren, die jeweilige Einstellung wird abschaltfest gespeichert. Mit Hilfe eines einfachen Adapters MIDI auf RS-232 kann dies in vielen Fällen die Erstellung einer grösseren Anzahl von Presets (=Lichtszenen) vereinfachen.
Elektromechanische Ausführung:

Robustes Alugehäuse
Mechanische Abmessungen: Länge ca. 9cm (incl. Buchsen), Breite 11,3 cm, Höhe 3,1cm.
Stromversorgung:

Steckernetzteil für 230V mit Eurostecker im Lieferumfang.
Die Speisung aus anderen stabilisierten oder unstabilisierten Gleichspannungs- Quellen 9 bis 12 Volt ist unkompliziert möglich. Maximal sind 16 Volt zulässig (das entspricht einem auf 12 Volt eingestellten unstabilisierten Steckernetzteil).
DMX-Schnittstelle:

mit einer normgerechten 5-poligen XLR-Buchse (optional lieferbar mit 3 poliger XLR Buchse):

Entsprechend der Empfehlung des Standard DMX512A ist der DMX-Sender leitend mit dem Gehäuse und mit Signalmasse der gesamten Schaltung verbunden. Optional gegen Aufpreis lieferbar mit galvanisch getrenntem DMX OUT.
Ähnliche Produkte von Cinetix:
- Falls der DMX-Bus auch über ein MIDI-Interface ausgelesen werden soll, empfehlen wir die MIDI / DMX512 Control Box. Dieses Gerät besitzt ausserdem eine Merge-Funktion: empfangene DMX-Werte können mit den über MIDI eingestellten Werten kombiniert und weitergesendet werden.
- Zum Steuern und Auslesen des DMX-Bus mit einer konventionellen RS-232 Schnittstelle liefern wir die RS-232 / DMX512 Control Box, die u.a. auch einsetzbar ist zusammen mit Handheld-Geräten, Industrie-Steuerungen und auf spezieller Hardware basierenden Mediensteuerungen.
- Für Mediensteuerungen und rechnergestützte Lichtsteuer-Anwendungen, bei denen die Auslese- und Merge-Funktion entbehrlich ist, liefern wir als preiswerte Alternative den RS-232 / DMX512 Generator und den USB / DMX512 Generator mit einem dem MIDI/DMX Generator ähnlichen ASCII Befehlssatz.


* Informationsstand Oktober 2012. Technische Änderungen und Lieferbarkeit vorbehalten.
* Diese Beschreibung ist informativ und sichert keine Produkteigenschaften im rechtlichen Sinne zu.
* Im Text zitierte Warenzeichen und Produktnamen sind geschützes Eigentum ihrer Eigentümer.